Polyneuropathie in Füßen und Beinen –

Wenn Kribbeln, Brennen und Taubheit

den Alltag bestimmen

Vielleicht kommt dir das bekannt vor:
 Die Füße kribbeln, fühlen sich taub oder „wie Watte“ an. Manchmal brennen sie, als würdest du auf heißem Sand stehen. Nachts rauben dir Schmerzen in den Beinen den Schlaf. Beim Gehen fühlst du dich unsicher, als würdest du nicht mehr richtig spüren, wo deine Füße den Boden berühren.

Viele Betroffene beschreiben es so:
„Ich habe ständig Kribbeln in den Füßen. Mal sind sie taub, mal brennen sie. Ich laufe, aber ich spüre den Boden kaum noch.“

Solche Beschwerden können auf eine Polyneuropathie hinweisen – eine Erkrankung der Nerven, die häufig zuerst in Füßen und Beinen beginnt.

In diesem Text erfährst du:

  • welche typischen Symptome einer Polyneuropathie in Füßen und Beinen auftreten
  • welche möglichen Ursachen es gibt
  • warum sich Gangbild und Sicherheit beim Gehen verändern
  • wie NeuroLife mit EMG-getriggerter Elektrostimulation unterstützen kann
  • welche nächsten Schritte sinnvoll sind

Was ist eine Polyneuropathie?

Bei einer Polyneuropathie (PNP) sind mehrere periphere Nerven im Körper geschädigt – meist zunächst in den längsten Nervenbahnen, also in Füßen und Beinen, später eventuell auch in den Händen.

Diese Nerven leiten normalerweise:

• Berührungsreize
• Temperatur
• Schmerz
• und Bewegungsinformationen (Muskelsteuerung)

an das Gehirn und zurück. Sind die Nerven gestört, kommt es zu Missempfindungen, Taubheit, Schmerzen oder Muskelschwäche.

Typisch ist ein sogenanntes „Strumpf- oder Sockenmuster“: 
Die Beschwerden beginnen an den Fußspitzen, breiten sich Richtung Unterschenkel aus und können später auch Hände und Unterarme betreffen.

    Typische Symptome:

    Polyneuropathie in Füßen und Beinen

    Je nach Ausprägung und Ursache berichten Betroffene über:

    • Kribbeln in Füßen und Zehen („Ameisenlaufen“)

    • Taubheitsgefühl – als wären die Füße „eingeschlafen“ oder „wie Watte“

    • Brennende Schmerzen, besonders nachts

    • Stechende, einschießende Schmerzen in Füßen oder Unterschenkeln

    • Störungen der Temperaturempfindung (Kälte/Hitze)

    • Probleme beim Spüren des Bodens beim Gehen

    • Gangunsicherheit, Stolpern, Gefühl von „wackeligen“ Beinen

    • manchmal Muskelschwäche in Füßen und Beinen


    Das ist nicht nur unangenehm, sondern beeinträchtigt oft den gesamten Alltag: gehen, stehen, Treppen steigen – und die Angst zu stürzen.

    Warum sind oft zuerst Füße und Beine betroffen?

    Weil die Nerven zu den Füßen am längsten sind. Lange Leitungsstrecken sind besonders empfindlich gegenüber Durchblutungs-, Stoffwechsel- oder toxische Störungen.

    Wichtig ist:
    
Die Ursachenklärung gehört in die Hände von Ärztinnen und Ärzten (z. B. Neurologie, Diabetologie, Hausarzt). NeuroLife setzt später an – bei der Frage, wie sich Funktion und Gangbild trotz Polyneuropathie verbessern lassen.

    Ursachen von Polyneuropathie

    – warum sind vor allem Füße und Beine betroffen?

    Polyneuropathie ist kein „eine Ursache – eine Krankheit“-Thema, sondern eher ein Sammelbegriff für Nervenstörungen mit unterschiedlichen Auslösern. Zu den häufigen Ursachen gehören unter anderem:

    • Diabetes mellitus (diabetische Polyneuropathie)
    • Alkoholmissbrauch
    • Vitaminmangel (z. B. B1, B6, B12)
    • Autoimmunerkrankungen (z. B. CIDP)
    • Polyneuropathie nach Chemotherapie
    • Nerven- und Wurzelreizungen bei Wirbelsäulenerkrankungen
    • Infektionen, Stoffwechselstörungen oder genetische Faktoren

    Wenn diese Nerven gestört sind, kann das dazu führen, dass:

    • du den Boden unscharf wahrnimmst,
      du nicht mehr genau spürst, wie dein Fuß aufsetzt,
    • du unsicher gehst, besonders im Dunkeln oder auf unebenem Untergrund, 
      die Muskulatur weniger präzise arbeitet.


    Strukturiertes, wiederholtes Training hilft dagegen, funktionelle Bewegungsmuster zu erhalten oder neu aufzubauen. Genau hier setzt NeuroLife mit EMG-getriggerter Elektrostimulation an.

    Polyneuropathie und Gehen

    – wenn Füße nicht mehr „richtig melden“

    Nerven in Füßen und Beinen übernehmen zwei zentrale Aufgaben:

    1. Gefühl: Sie melden dem Gehirn, wie der Boden beschaffen ist, wo der Fuß steht und wie das Gewicht verteilt ist.
    2. Bewegung: Sie steuern Muskelaktivität, zum Beispiel beim Abrollen, Abdrücken und Halten der Balance.


    Viele Betroffene beschreiben:

    „Ich habe das Gefühl, meine Füße gehören nicht mehr richtig zu mir.“
    Genau hier setzt funktionelles Training an – und kann durch EMG-getriggerte Elektrostimulation unterstützt werden.

    Kann sich Polyneuropathie in Füßen und Beinen wieder verbessern?

    Das hängt stark von der Ursache und vom Ausmaß der Nervenschädigung ab:

    Das hängt stark von der Ursache und vom Ausmaß der Nervenschädigung ab:

    • In manchen Fällen lässt sich durch Behandlung der Grunderkrankung (z. B. bessere Blutzuckereinstellung, Alkoholreduktion, Vitaminzufuhr) eine Besserung erreichen.
    • In anderen Fällen bleibt die Schädigung der Nerven bestehen – aber man kann lernen, besser mit den Folgen umzugehen.

    Wichtig ist zu unterscheiden:

    • Nerv an sich: Wie stark ist der Schaden?
    • Funktion: Wie gut können Nerven, Muskeln und Gehirn trotz Schaden noch zusammenarbeiten?

    Auch wenn sich der Nerv nicht vollständig erholt, lässt sich die Funktion häufig verbessern – zum Beispiel:

    • stabileres Gangbild
    • weniger Stolpern
    • besseres Bewusstsein für die Füße
    • sichereres Stehen und Gehen im Alltag


    Hier kommt NeuroLife ins Spiel.

    Vorher–Nachher-Videos:
    Fortschritte sehen, Hoffnung spüren

    Hier sehen Sie Vorher–Nachher-Videos von Patientinnen und Patienten, die nach einem Schlaganfall unter Lähmungen litten.

    Wie NeuroLife bei Polyneuropathie in Füßen und Beinen helfen kann

    NeuroLife arbeitet mit einer speziellen Form der funktionellen Elektrostimulation, der EMG-getriggerten Elektrostimulation mit Biofeedback.
    Das Ziel:
 Nerven- und Muskelfunktion in Füßen und Beinen so zu trainieren, dass Gehen und Stehen wieder sicherer werden.

    Das Prinzip:

    1. Elektroden werden an bestimmten Muskeln in Füßen und Beinen angebracht (z. B. Fußheber, Unterschenkelmuskeln).
    2. Du versuchst aktiv, eine bestimmte Bewegung auszuführen, etwa den Fuß anzuheben oder das Bein zu stabilisieren.
    3. Das Gerät misst kleinste elektrische Signale deiner Muskulatur (EMG).
    4. Sobald es eine Restaktivität erkennt, löst es einen kurzen Stimulationsimpuls aus.
    5. Der Muskel zieht sich zusammen – die Bewegung wird verstärkt und für dich spürbar.

    So entsteht eine Verknüpfung:

    Dein Bewegungsversuch → messbare Aktivität → Verstärkung → klares Feedback fürs Gehirn.

    Auch bei Polyneuropathie, bei der Nervenleitfähigkeit eingeschränkt ist, kann dieses Training helfen, vorhandene Ressourcen besser zu nutzen und Muskeln gezielt zu aktivieren.
    Die Therapie erfolgt in der Regel mit einem handlichen Heimgerät, das du nach Einweisung selbstständig nutzen kannst. NeuroLife begleitet dich dabei fachlich und passt die Einstellungen an deine Situation an.

    Polyneuropathie nach Chemo – ein besonderer Fall

    Viele Menschen entwickeln nach einer Krebsbehandlung eine Polyneuropathie. Mehr Informationen zu diesem Spezialfall findest du in unserem Beitrag „Polyneuropathie nach Chemotherapie“.

    Neurolife kennenlernen

    NeuroLife Therapietechnik ist auf die Behandlung von Lähmungen, Gangstörungen und neuromuskulären Funktionsstörungen spezialisiert – dazu gehören auch Beschwerden durch Polyneuropathie in Füßen und Beinen.

    Im Mittelpunkt stehen:

    • EMG-getriggerte Elektrostimulation mit Biofeedback
    • strukturiertes Heimtraining mit klarer Anleitung
    • persönliche Begleitung, um Fortschritte sichtbar zu machen und Übungen sinnvoll in den Alltag zu integrieren

    Jetzt mehr über das Team, die Arbeitsweise und die Philosophie erfahren:

    Polyneuropathie in Füßen und Beinen – dein nächster Schritt

    Auch wenn sich Polyneuropathie nicht immer komplett zurückbilden lässt – du musst die Folgen nicht einfach hinnehmen. Oft ist mehr Unterstützung und Funktionsverbesserung möglich, als man zunächst denkt.

    • Vielleicht stellst du dir Fragen wie:
      „Bleibt dieses Kribbeln und Brennen jetzt für immer?“
    • „Kann ich noch etwas tun, damit ich stabiler gehe?“
    • „Ist Elektrostimulation bei Polyneuropathie überhaupt sinnvoll?“


    Diese Fragen lassen sich am besten im direkten Austausch klären.
    Für mehr Informationen nimm gerne Kontakt zu uns auf:

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    Sie haben Fragen oder wünschen ein persönliches Gespräch? Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

    Wir freuen uns darauf, Sie persönlich kennenzulernen und mit Ihnen gemeinsam den Weg zurück zu mehr Stabilität, Mobilität und Lebensqualität zu gehen.

    FAQ zur Polyneuropathie in Füßen und Beinen

    1. Welche Symptome sprechen für eine Polyneuropathie in Füßen und Beinen?


    Typisch sind Kribbeln, Taubheitsgefühle, brennende oder stechende Schmerzen, Probleme beim Spüren des Bodens und Gangunsicherheit.

    Die Beschwerden beginnen oft in den Zehen und breiten sich strumpfförmig nach oben aus.

    Das hängt von der Ursache ab. Bei manchen Formen – etwa durch Vitaminmangel oder bestimmte Medikamente – können sich Symptome bei richtiger Behandlung bessern.

    In anderen Fällen bleibt die Schädigung bestehen, aber Funktion und Gangbild können durch Training dennoch verbessert werden.

    Wichtig sind die Behandlung der Grunderkrankung, eine gute Stoffwechseleinstellung (z. B. bei Diabetes), Schmerztherapie und gezieltes Funktionstraining.

    Ergänzend kann EMG-getriggerte Elektrostimulation helfen, Muskeln zu aktivieren und das Gangbild zu stabilisieren.

    Ja, in vielen Fällen lässt sich die Gangsicherheit verbessern. Durch gezieltes Training von Gleichgewicht, Muskelkraft und Wahrnehmung sowie durch Elektrostimulation können Betroffene lernen, vorhandene Ressourcen besser zu nutzen und Stolpern zu reduzieren.

    Sie kommt vor allem für Menschen in Frage, bei denen noch muskuläre Aktivität vorhanden ist und die trotz Polyneuropathie unter Gangunsicherheit, Muskelschwäche oder Fußheberschwäche leiden.

    Im Rahmen einer individuellen Beratung wird geprüft, ob EMG-getriggerte Elektrostimulation bei dir sinnvoll ist.

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