Prof. Dr. Rudolf Laumer, Neurochirurg
Prof. Laumer kam vor rund zehn Jahren erstmals mit der EMG-getriggerten Elektrostimulation in Berührung – einer Therapieform, die zu diesem Zeitpunkt in seinem klinischen Alltag noch keine Rolle spielte, obwohl sie bereits seit über zwei Jahrzehnten bekannt ist. Heute blickt der emeritierte Professor auf langjährige Erfahrungen mit dieser Methode zurück, insbesondere bei Patientinnen und Patienten mit Lähmungen nach operativen Eingriffen.

Persönliche Geschichte

Aus seiner damaligen klinischen Tätigkeit heraus erkannte er früh den besonderen Nutzen der Therapie:

    Sie eröffnet Betroffenen die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden und eigenständig zu Hause zu trainieren. Diese aktive Einbindung der Patientinnen und Patienten empfand Prof. Laumer als essenziell – nicht zuletzt, weil frühe Erfolgserlebnisse Motivation schaffen und Vertrauen in den Rehabilitationsprozess stärken.

    Ein Punkt, den er immer wieder betont, ist der richtige Zeitpunkt. Wird zu lange abgewartet, schreitet der Muskelabbau weiter voran und erschwert die Rehabilitation erheblich. Umso wichtiger sei es, frühzeitig zu handeln und die Therapie nicht erst dann in Betracht zu ziehen, wenn sich Defizite bereits verfestigt haben.

    Umdenken

    Dass die EMG-getriggerte Elektrostimulation trotz ihrer langen Geschichte im medizinischen Alltag noch immer vergleichsweise selten eingesetzt wird, erklärt Prof. Laumer weniger mit Skepsis als mit fehlender Präsenz. Viele Ärztinnen und Ärzte hätten die Methode schlicht nicht als konkrete Option im Blick. Auch bei ihm selbst habe es mehrere Impulse gebraucht, bis sich ein Umdenken eingestellt habe. Entscheidend sei es, einen Denkprozess anzustoßen – mit dem Bewusstsein, dass hier eine echte und praktikable Unterstützung für Patientinnen und Patienten existiert.

    Erfahrung

    Aus seiner Erfahrung heraus ist die Therapie gut vermittelbar: Sie ist gut verträglich, zeigt häufig rasch erste Erfolge und ermöglicht eine frühe Einschätzung, ob sie anschlägt.

    Prof. Laumer plädiert deshalb dafür, bereits bei der Entlassung aus der Klinik an diese Möglichkeit zu denken – um wertvolle Zeit in der Rehabilitation nicht zu verlieren.

    „Entscheidend ist, rechtzeitig aktiv zu werden.
    Diese Therapie gibt Betroffenen das Gefühl zurück, nicht zu spät zu kommen, sondern selbst etwas gegen die Lähmung tun zu können.“

    Prof. Dr. Rudolf Laumer, Neurochirurg

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    Neurolife Therapietechnik hat sich auf die Behandlung von Lähmungen und neuromuskulären Ausfällen spezialisiert – am gesamten Körper, inklusive Gesicht. Basis ist immer die EMG-getriggerte Elektrostimulation mit Biofeedback und eine persönliche Begleitung der Patientinnen und Patienten.

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