Erst in einem nächsten Schritt entstanden speziell entwickelte Geräte, die gezielt auf die EMG-getriggerte Elektrostimulation ausgerichtet waren. Parallel dazu wurden die Systeme kompakter und professioneller, begleitet von einer wachsenden Zahl wissenschaftlicher Veröffentlichungen.
Die Wirksamkeit der EMG-getriggerten Elektrostimulation ist für Dr. Wagner nicht nur eine klinische Erfahrung, sondern auch eine persönliche.
Nach einem Unfall mit Nervenschädigung entwickelte er selbst eine ausgeprägte Fußheberschwäche, die mithilfe dieser Therapie vollständig behoben werden konnte. Jahre später kam es infolge einer Zoster-Infektion erneut zu einer Schwäche im Fuß- und Oberschenkelbereich (Quadrizeps), die ebenfalls erfolgreich mit der EMG-getriggerten Elektrostimulation behandelt wurde. Diese eigenen Erfahrungen haben seinen therapeutischen Ansatz nachhaltig geprägt.
Seine ersten praktischen Schritte machte Dr. Wagner noch als Therapeut mit entsprechend modifizierten TENS-Geräten, lange bevor spezialisierte EMG-Systeme verfügbar waren. Er eignete sich das Verfahren eigenständig an – durch Fachliteratur, Symposien und praktische Anwendung. Gleichzeitig beobachtet er, dass viele Kolleginnen und Kollegen im stark verdichteten Praxisalltag kaum Zeit finden, sich intensiv mit neuen Therapieoptionen auseinanderzusetzen. Ohne praktische Vorführung oder nachvollziehbare Erfolgsbeispiele entstehen so häufig Vorbehalte – weniger aus grundsätzlicher Ablehnung als aus fehlender Berührung mit dem Verfahren.
Für Dr. Wagner steht die EMG-getriggerte Elektrostimulation dabei in keinem Gegensatz zur Schulmedizin – im Gegenteil: Für ihn ist sie reine Schulmedizin. Echte therapeutische Alternativen bei Lähmungen sieht er kaum; häufig beschränkt sich die Behandlung auf Krankengymnastik oder unterstützende Maßnahmen. An funktionelle Verbesserungen, wie sie mit der EMG-Therapie erreichbar sind, reichen diese aus seiner Erfahrung jedoch nur selten heran.
In seiner Praxis behandelt Dr. Wagner vor allem Paresen nach Schlaganfall, nach Bandscheibenvorfällen sowie sogenannte Fallhand-Syndrome. Immer wieder erlebt er, dass Patientinnen und Patienten zuvor mit dem Hinweis nach Hause geschickt wurden, man könne „nichts machen“. Sein eigener Anspruch ist ein anderer: Er versucht, alle medizinisch sinnvollen Möglichkeiten auszuschöpfen, um den Betroffenen zu helfen. Viele seiner Patientinnen und Patienten kommen über Neurologen, die diese Therapie entweder nicht anbieten oder gar nicht kennen.
In den vergangenen zehn Jahren hat Dr. Wagner mehr als 100 Patientinnen und Patienten mit Lähmungen oder Paresen behandelt. In rund 70 Prozent der Fälle konnte eine relevante Verbesserung erzielt werden.
Besonders entscheidend ist für ihn der Zeitpunkt des Therapiebeginns. Gerade bei Paresen nach Schlaganfall gilt: Je früher begonnen wird, desto größer sind die Erfolgsaussichten. Mit zunehmender Dauer wird die Rehabilitation deutlich schwieriger – die Geschwindigkeit entscheidet.
Ein weiterer zentraler Erfolgsfaktor ist für Dr. Wagner die Begleitung der Therapie, die überwiegend im häuslichen Umfeld stattfindet. Der Behandlungserfolg hängt aus seiner Sicht maßgeblich von kontinuierlicher Motivation, persönlicher Ansprache und enger Betreuung ab. Ein rein logistisches Versenden von Geräten ohne persönlichen Kontakt hält er für nicht zielführend. Gerade bei langwierigen Rehabilitationsprozessen sei der menschliche Zugang entscheidend.
Neurolife Therapietechnik hat sich auf die Behandlung von Lähmungen und neuromuskulären Ausfällen spezialisiert – am gesamten Körper, inklusive Gesicht. Basis ist immer die EMG-getriggerte Elektrostimulation mit Biofeedback und eine persönliche Begleitung der Patientinnen und Patienten.
Wir freuen uns darauf, Sie persönlich kennenzulernen und mit Ihnen gemeinsam den Weg zurück zu mehr Stabilität, Mobilität und Lebensqualität zu gehen.