„Die Blase fühlt sich prall an, es kommt nur ein dünner Strahl oder nur Tropfen.“
Ein Harnverhalt ist immer ein ernst zu nehmendes Symptom. Er kann akut auftreten – mit starken Schmerzen – oder sich schleichend entwickeln. In beiden Fällen ist eine medizinische Abklärung wichtig. Bei neurologischen Ursachen kann NeuroLife mit funktioneller Elektrostimulation und Biofeedback ergänzend unterstützen.
In diesem Beitrag erfahren Sie:
Unter einem Harnverhalt versteht man die Unfähigkeit, die Blase ausreichend zu entleeren – bis hin zur völligen Blockade des Wasserlassens. Häufig ist die Blase dabei prall gefüllt, der Harndrang kann sehr stark sein, manchmal aber auch fehlen.
Wichtig ist die Unterscheidung:
In beiden Fällen gilt: Harnverhalt ist ein Warnsignal – die Ursache sollte immer geklärt werden.
Ein Harnverhalt kann sich auf unterschiedliche Weise bemerkbar machen. Typische Anzeichen sind:
Beim akuten Harnverhalt kommen meist sehr starke Schmerzen im Unterbauch, ein massives Spannungsgefühl und das völlige Ausbleiben des Urinabgangs hinzu.
Beim chronischen Harnverhalt können die Symptome milder sein, z. B.:
Bleibt ein Harnverhalt unbehandelt, kann das schwerwiegende Folgen haben:
Eine wichtige Sofortmaßnahme bei akutem Harnverhalt ist meist die Entleerung der Blase mittels Katheter – dies darf nur ärztlich durchgeführt werden.
Harnverhalt gehört immer in ärztliche Hände. NeuroLife setzt nach der Diagnostik und Akutbehandlung an – vor allem, wenn eine neurologische Ursache im Vordergrund steht.
Ursächlich lässt sich Harnverhalt grob in zwei Gruppen einteilen:
Hier wird der freie Harnfluss mechanisch behindert, zum Beispiel durch:
Der Urin kann nicht ungehindert abfließen – es entsteht ein Rückstau in der Blase.
Hier liegt die Ursache nicht in einer „Blockade“, sondern in der Steuerung von Blase und Schließmuskel. Mögliche Auslöser sind:
Gerade bei Harnverhalt mit neurologischem Hintergrund kann ein funktionelles Training von Beckenboden, Schließmuskel und Blasensteuerung sinnvoll sein – hier setzt NeuroLife an.
Die konkrete Behandlung hängt von der Ursache ab und wird immer ärztlich gesteuert. Mögliche Bausteine sind:
NeuroLife ergänzt diese Maßnahmen bei neurologisch bedingtem Harnverhalt mit EMG-getriggerter Elektrostimulation und Biofeedback.
NeuroLife arbeitet mit EMG-getriggerter, funktioneller Elektrostimulation mit Biofeedback, die im Bereich von Beckenboden, Schließmuskel und Blasenfunktion eingesetzt wird.
Ziel:
Die neuromuskuläre Steuerung im Bereich der Harnwege so zu trainieren, dass:
Das Prinzip
Das Training erfolgt mit einem handlichen Therapiegerät für zu Hause, das Sie nach einer Einweisung täglich anwenden. NeuroLife begleitet Sie fachlich, passt die Einstellungen an Ihre Diagnose, Ihre Ziele und Ihren Fortschritt an.
Sehen Sie hier, wie sich die Inkontinenz nach einer Prostata-OP bei Patienten nach konsequentem Training verbessert hat.
Die Therapie bei NeuroLife kann unter anderem sinnvoll sein bei:
Wichtig:
Die Therapie bei NeuroLife ersetzt keine ärztliche Behandlung, sondern ergänzt sie. Ob eine funktionelle Elektrostimulation in Ihrem Fall geeignet ist, lässt sich am besten in einem persönlichen Gespräch klären.
NeuroLife ist spezialisiert auf die Behandlung von:
Im Mittelpunkt stehen:
Wir freuen uns darauf, Sie persönlich kennenzulernen und mit Ihnen gemeinsam den Weg zurück zu mehr Stabilität, Mobilität und Lebensqualität zu gehen.
Harnverhalt bezeichnet die Unfähigkeit, die Blase ausreichend oder überhaupt zu entleeren. Beim akuten Harnverhalt tritt dies plötzlich mit starken Schmerzen auf und ist ein Notfall. Ein chronischer Harnverhalt entwickelt sich dagegen langsam und zeigt mildere, aber dennoch ernste Symptome.
Ursachen reichen von einer Verengung der Harnröhre (z. B. vergrößerte Prostata, Tumore, Strikturen) über Entzündungen bis hin zu neurologischen Störungen und Nervenverletzungen, zum Beispiel nach Bandscheibenvorfall oder Operationen. Auch eine atone Blase oder psychische Faktoren wie Paruresis („schüchterne Blase“) können eine Rolle spielen.
Das hängt stark von der Ursache ab. Bei mechanischen Ursachen ist oft eine urologische Behandlung entscheidend. Bei neurologischem Harnverhalt kommt es auf den Grad der Nervenschädigung, die Grunderkrankung und die Kombination aus medizinischer Therapie, Verhaltenstraining und funktioneller Elektrostimulation an. Häufig lässt sich die Symptomatik spürbar bessern.
NeuroLife unterstützt vor allem Harnverhalt mit neurologischer Ursache. Mit EMG-getriggerter, funktioneller Elektrostimulation und Biofeedback wird die Beckenboden- und Schließmuskulatur gezielt trainiert. Sie lernen, die Muskulatur besser anzusteuern oder zu entspannen und können so das Wasserlassen erleichtern – ergänzend zur ärztlichen Behandlung.