„Mein Fuß hebt nicht mehr richtig – ich stolpere ständig.“ „Nach dem Bandscheibenvorfall fühlt sich ein Teil meines Beins wie weg an.“
In solchen Fällen steckt häufig ein Bandscheibenvorfall mit Nervenbeteiligung dahinter. Neben Schmerzen kann es zu Muskelschwäche, Sensibilitätsstörungen und Lähmungserscheinungen kommen – besonders in Beinen und Füßen.
In diesem Beitrag erfahren Sie:
Zwischen den Wirbelkörpern liegen Bandscheiben – eine Art „Stoßdämpfer“ aus Knorpel und Gallertkern. Bei einem Bandscheibenvorfall tritt der gallertartige Kern aus dem Inneren der Bandscheibe nach außen und kann auf Nerven(wurzeln) drücken, die aus der Wirbelsäule austreten.
Typische Regionen:
Wenn ein Nerv durch den Vorfall gereizt oder geschädigt wird, können neben Schmerzen auch neurologische Ausfälle auftreten.
Nicht jeder Bandscheibenvorfall verursacht Lähmungserscheinungen – aber wenn, ist das ernst zu nehmen. Zu den typischen Zeichen eines Bandscheibenvorfalls mit Nervenbeteiligung gehören:
Viele Betroffene beschreiben auch:
„Ich spüre nicht mehr, wo mein Fuß steht.“
„Mein Bein fühlt sich wie aus Watte an.“
Diese Beschwerden weisen darauf hin, dass die Nervenleitfähigkeit gestört ist.
In der Akutphase eines Bandscheibenvorfalls geht es vor allem um:
Sind die stärksten akuten Beschwerden abgeklungen und eine eventuelle OP überstanden, stellt sich häufig die Frage:
„Was mache ich mit den Lähmungserscheinungen, die geblieben sind?“
Ab hier übernehmen gezieltes Training und die neuromuskuläre Elektrostimulation die weitere Rehabilitation.
Die Nervenwurzeln, die aus der Wirbelsäule austreten, versorgen:
in Beinen und Füßen.
Drückt das vorgefallene Bandscheibenmaterial – also der gallertartige Kern – auf die Nerven oder ist der Nerv über längere Zeit gereizt, kann das zu:
führen.
So kann aus einem „reinen Rückenproblem“ eine Lähmung im Bein oder eine Fußheberlähmung (Fallfuß) werden.
Wichtig:
Eine ärztliche Abklärung (z. B. beim Orthopäden, Neurochirurgen oder Neurologen) ist immer der erste Schritt. NeuroLife setzt dort an, wo es um funktionelles Training und Wiedererlernen von Bewegungen geht.
Ja, in vielen Fällen ist eine Besserung möglich – wie stark, hängt von mehreren Faktoren ab:
Selbst wenn der Nerv geschädigt ist, können:
Hier setzt die Therapie von NeuroLife an – mit Fokus auf EMG-getriggerte Elektrostimulation.
NeuroLife arbeitet mit einer spezialisierten Form der funktionellen Elektrostimulation:
EMG-getriggerte Elektrostimulation mit Biofeedback.
Das Ziel:
Lähmungserscheinungen in Bein und Fuß – etwa eine Fußheberschwäche oder Muskelschwäche im Bein – so zu trainieren, dass Alltagsfunktionen und Gehen wieder besser möglich werden.
Das Prinzip:
Ihre Bewegungsidee → Restaktivität im Muskel/Impuls → Stimulation → klares Feedback für das zentrale Nervensystem.
Durch wiederholtes Training lernen Gehirn, Nerven und Muskeln, wieder besser zusammenzuarbeiten. Das kann helfen,
Die Therapie findet (meist) mit einem handlichen Heimgerät statt, das Sie nach einer gründlichen Einweisung eigenständig täglich nutzen können. NeuroLife begleitet Sie fachlich und passt die Einstellungen an Ihre Situation an.
Wie die Behandlung bei Neurolife im Detail abläuft, welche Voraussetzungen wichtig sind und wie Sie ein Gerät bekommen, erfahren Sie auf der Seite „Behandlung“.
Sehen Sie hier, wie sich das Gangbild einiger Patientinnen und Patienten nach konsequentem Training verbessert hat.
Die Therapie mit EMG-getriggerter Elektrostimulation kann unter anderem sinnvoll sein bei:
Unter Ausschluss der Kontraindikationen ist die Therapie in jedem Fall für alle Folgen/Begleitsymptome eines Bandscheibenvorfalles geeignet. Dabei spielt es keine Rolle, ob im betreffenden Muskel noch Restpotential vorhanden ist. Wie wir Sie therapieren, wird im Rahmen einer individuellen Einschätzung geprüft.
Das Therapiezentrum NeuroLife ist auf die Behandlung von Lähmungen, Gefühlsempfundungsstörungen und neuromuskulären Funktionsstörungen spezialisiert – dazu gehören auch Lähmungserscheinungen nach Bandscheibenvorfall.
Im Mittelpunkt stehen:
Vielleicht denken Sie:
Diese Gedanken sind verständlich. Gleichzeitig gilt:
Je strukturierter und gezielter Sie trainieren, desto besser nutzen Sie das Potenzial, das noch vorhanden ist, um wieder Ihre Funktion zurückzuerlangen.
Über unser „Kontaktformular“ können Sie:
Niemand kann versprechen, dass jede Lähmung vollständig verschwindet. Aber häufig ist deutlich mehr möglich, als man zu Beginn vermutet – vor allem, wenn das zentrale Nervensystem konsequent afferente, positive Signale zurückerhält.
Wir freuen uns darauf, Sie persönlich kennenzulernen und mit Ihnen gemeinsam den Weg zurück zu mehr Stabilität, Mobilität und Lebensqualität zu gehen.
Lähmungserscheinungen in Bein oder Fuß sind immer ein Alarmsignal und sollten rasch ärztlich abgeklärt werden. Treten zusätzlich Probleme beim Wasserlassen oder Stuhlgang auf, ist das ein Notfall – dann müssen Sie sofort medizinische Hilfe in Anspruch nehmen. Anschließend kann NeuroLife auch diese Symptome bzw. Diagnosen therapieren.
Ja, das ist möglich. Wie gut sich Lähmungen zurückbilden, hängt vom Ausmaß und der Dauer der Nervenschädigung sowie von der anschließenden Therapie ab. Auch nach einer Operation kann gezieltes Training helfen, Funktionen zu verbessern.
Wichtig sind gezielte Übungen für die Fußhebermuskulatur, Gangtraining und gegebenenfalls Hilfsmittel wie Orthesen. Ergänzend kann EMG-getriggerte Elektrostimulation helfen, den Fußheber gezielt zu aktivieren und die Beweglichkeit zu verbessern.
Bei vielen Betroffenen kann Elektrostimulation sinnvoll sein, auch wenn im Muskel keine Restaktivität mehr vorhanden ist. EMG-getriggerte Elektrostimulation fördert bzw. verstärkt die eigene Muskelaktivität und unterstützt das Nervensystem beim Wiedererlernen von Bewegungen.
Sobald die Akutphase überstanden ist und ärztlich geklärt wurde, was medizinisch notwendig ist, lohnt es sich, über gezieltes Funktionstraining nachzudenken. Auch wenn der Bandscheibenvorfall schon länger zurückliegt, kann es sinnvoll sein, verbleibende Lähmungen aktiv anzugehen, solange noch Muskulatur vorhanden ist.