Fußheberschwäche – wenn der Fuß nicht mehr richtig mitmacht
Haben Sie das Gefühl, dass Ihr Fuß beim Gehen nicht mehr richtig anhebt? Stolpern Sie häufiger oder bleibt die Fußspitze am Boden hängen? Viele Menschen beschreiben das so: „Mein Fuß fühlt sich wie gelähmt an. Er macht einfach nicht mehr das, was er soll.“

Eine Fußheberschwäche (medizinisch meist eine Peroneusparese) kann sehr belastend sein – aber sie ist in vielen Fällen behandelbar. Bei NeuroLife unterstützen wir jeden Tag Menschen wie Sie dabei, wieder sicherer zu gehen und ihren Alltag zurückzuerobern.

Was ist eine Fußheberschwäche?

Bei einer Fußheberschwäche gelingt es dem Körper nicht mehr, die Fußspitze aktiv anzuheben. Zu den wichtigsten Symptomen gehört, dass das Bein beim Gehen nicht mehr vollständig kontrolliert werden kann und die Muskeln der Fußhebung nicht richtig reagieren.

    Typische Symptome

    – woran Sie eine Fußheberschwäche erkennen

    Typische Fußheberschwäche Symptome sind:

    • Der Fuß schleift oder „kippt beim Gehen nach unten“.
    • Sie stolpern leichter – vor allem über kleine Unebenheiten.
    • Der Gang wirkt unsicher oder „hochschwingend“ (sogenannter Steppergang).
    • Taubheitsgefühle oder Kribbeln am Unterschenkel oder Fuß.
    • Schwierigkeiten beim Treppensteigen und längeren Gehen.

    Viele Patientinnen und Patienten berichten auch, dass sie ständig Angst haben zu stürzen. Das muss nicht so bleiben.

    Warum eine gezielte Therapie so wichtig ist

    – je früher, desto besser

    Je eher eine Fußheberschwäche behandelt wird, desto schneller lassen sich Fehlbelastungen, Schmerzen und Sturzrisiken vermeiden.

    Außerdem besitzt der Körper eine erstaunliche Fähigkeit, sich neu zu organisieren – die sogenannte Neuroplastizität. Genau hier setzt unsere Therapie bei NeuroLife an.

    Durch die elektrische Stimulation wird das Gehirn angeregt, neue Verbindungen und Muster bilden. Je früher strukturiert trainiert wird, desto größer ist die Chance, dass das Gehirn das Fußheben wieder neu lernt.

    Viele Patientinnen und Patienten sind überrascht, wie schnell erste Veränderungen durch diese Art der Therapie möglich sind.

    Mögliche Ursachen

    – von Bandscheibe bis Nerv

    Eine Fußheberschwäche kann verschiedene Ursachen haben. Bei vielen Betroffenen liegt eine Reizung oder Schädigung des Nervs (Nervus peroneus) vor, der für das Anheben des Fußes zuständig ist. Häufig spielt auch der Rücken eine Rolle, zum Beispiel bei einem Bandscheibenvorfall oder einer Spinalkanalstenose, der die Leitfähigkeit des Nervs beeinträchtigt.

    • Nervenschädigungen (z. B. am Peroneusnerv)
    • Bandscheibenvorfälle in der Lendenwirbelsäule
    • Spinalkanalstenose LWS
    • Neurologische Erkrankungen wie MS oder Polyneuropathie
    • Folgen von Operationen
    • Verletzungen nach Unfällen
    • Langfristige Belastungs- oder Haltungsschäden

    Die gute Nachricht: Unabhängig davon, was die Ursache ist – es gibt Wege, die Beweglichkeit und Kraft wieder zu verbessern.

    Wie NeuroLife Ihnen helfen kann

    Unsere Behandlung konzentriert sich auf funktionelle EMG getriggerte Neurostimulation in Frequenzen, die die Muskulatur zum einen erhalten und in den meisten Fällen stärkt, was gezielt die Bewegungsmuster des Fußhebens aktiviert und verbessert.

    Neben unserem neuromuskulären funktionellen Training setzen wir bei Bedarf ergänzende Methoden wie zum Beispiel die Schmerztherapie ein, um die Aktivierung der betroffenen Muskeln zu unterstützen.

    In manchen Fällen können auch Orthesen sinnvoll sein, um die Stabilität des Fußes zu verbessern, bis die aktive Kontrolle wieder zurückkehrt. Jede Therapie ist individuell – denn kein Mensch und kein Beschwerdebild ist gleich.

    Eine sogenannte Fußheberorthese oder Peroneusschiene kann den Patienten sofort im Gangbild und Sicherheit unterstützen, damit er nicht fällt. Was sie nicht kann, ist das selbständige Gehen (ohne Hilfsmittel) wieder herzuleiten. Dafür empfehlen wir die neuromuskuläre Stimulation.

    Viele Menschen können sich kaum vorstellen, wie viel Veränderung durch gezieltes Training möglich ist. Deshalb zeigen wir Ihnen hier echte Fallbeispiele: Sehen Sie selbst, wie Patientinnen und Patienten schon nach wenigen Wochen stabiler gehen, den Fuß wieder sicher anheben oder deutlich weniger stolpern.

    Wie die Behandlung genau abläuft, erfahren Sie hier:

    Vorher–Nachher-Videos:
    Fortschritte sehen, Hoffnung spüren

    Diese Videos sollen Mut machen – sie zeigen echte Menschen, echte Fußheberschwäche und echte Veränderungen. Keine Wunderversprechen, sondern realistische Chancen.

    Für wen eignet sich die Therapie?

    Unsere Behandlung ist geeignet für Menschen mit:

    • Peroneusnerv-Schädigung
    • Fußheberschwäche nach Bandscheibenvorfall / Spinalkanalstenose
    • Lähmungen nach OP oder Verletzungen
    • Neurologischen Erkrankungen wie MS oder Polyneuropathie
    • Chemotherapie-bedingter Polyneuropathie
    • Unsicherem Gang oder Fallneigung


    Kurz gesagt: Für alle, die Probleme haben, den Fuß beim Gehen sicher zu heben.


    Nicht geeignet ist unsere Therapie:

    • Wenn der Patient einen Herzschrittmacher trägt
    • Wenn etwas Elektrisches implantiert ist
    • Bei Epilepsie

    Warum NeuroLife? – Persönlich. Erfahren. Menschlich.

    Hinter NeuroLife steht ein Team, das täglich mit viel Erfahrung und Herzblut neurologische Funktionsstörungen am gesamten Körper behandelt.
    Wir nehmen uns Zeit, hören zu – und freuen uns über jeden Fortschritt, den wir gemeinsam mit unseren Patienten erreichen.

    Mehr über unser Team erfahren Sie hier:

    So läuft Ihre NeuroLife-Behandlung ab

    Vom ersten Gespräch bis zur individuellen Therapie begleiten wir Sie Schritt für Schritt.
    Sie erfahren:

    • wie Ihre persönliche Funktionsdiagnostik aussieht
    • wie oft und wie lange Behandlungen empfohlen werden
    • welche Ziele realistisch sind
    • wie Sie selbst aktiv zu Ihrem Fortschritt beitragen können

     

    Alle Details zum Ablauf finden Sie auf der Seite „Behandlung“.

    Wenn Sie unter einer Fußheberschwäche leiden, warten Sie nicht ab, ob sich der Zustand von allein bessert. Der erste Schritt ist oft der wichtigste.

    Werden Sie aktiv – wir sind für Sie da

    Sie haben Fragen oder wünschen ein persönliches Gespräch? Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

    Wir freuen uns darauf, Sie persönlich kennenzulernen und mit Ihnen gemeinsam den Weg zurück zu mehr Stabilität, Mobilität und Lebensqualität zu gehen.

    FAQ zur Fußheberschwäche

    1. Kann sich eine Fußheberschwäche wieder zurückbilden?

    Ja, eine Fußheberschwäche kann sich ganz oder teilweise zurückbilden, wenn der betroffene Nerv und die Muskulatur noch regenerationsfähig sind.

    Die Chancen steigen mit einer frühen Diagnose und gezielter Therapie, zum Beispiel bei Peroneusparese nach Bandscheibenvorfall oder Hirnereignissen.

    Für die Fußhebung ist vor allem der Muskel Tibialis anterior zuständig, unterstützt von weiteren Fußhebern am Unterschenkel.

    Gesteuert werden diese Muskeln vom Peroneusnerv – wird dieser Nerv geschädigt, spricht man von einer Fußheberlähmung oder Peroneusparese.

    Bei Fußheberschwäche sollte zunächst die Ursache ärztlich abgeklärt werden, zum Beispiel Bandscheibenvorfall, Nervenschädigung oder neurologische Erkrankung.

    Anschließend helfen gezieltes Gang- und Muskeltraining, orthopädische Hilfsmittel (z. B. Orthesen) und – je nach Befund – funktionelle Elektrostimulation, um die Fußhebung wieder anzubahnen.

    Wirksam ist Physiotherapie, die gezielt die Fußhebermuskulatur aktiviert und natürliche Gangmuster trainiert. Dazu gehören funktionelles Gangtraining, Kräftigung der Unterschenkelmuskeln, Koordinations- und Gleichgewichtsübungen sowie neurophysiologische Behandlungskonzepte, individuell abgestimmt auf Ursache und Schwere der Fußheberschwäche.

    Die Dauer ist individuell und reicht von einigen Wochen bis hin zu vielen Monaten. Entscheidend sind die Ursache der Fußheberschwäche, das Ausmaß der Nervenschädigung und wie konsequent Therapie und Übungen durchgeführt werden. Je früher mit gezielter Behandlung begonnen wird, desto besser sind die Aussichten.

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