Inkontinenz nach Prostata-OP
Wie Training und Elektrostimulation helfen können
Eine Prostataoperation ist für viele Männer ein entscheidender Schritt im Kampf gegen Prostatakrebs. Die Tumorbehandlung steht im Vordergrund – doch nach der Operation beginnt oft eine neue Belastung:

plötzlicher Urinverlust, ständige Sorge vor „Unfällen“, das Gefühl, die Kontrolle über die Blase verloren zu haben. Viele Betroffene beschreiben es so:

„Die Krebs-OP habe ich überstanden – aber jetzt bin ich inkontinent. Ich traue mich kaum noch aus dem Haus.“
„Bei jedem Husten, beim Aufstehen oder schon beim Gehen läuft Urin.“

Inkontinenz nach Prostata-OP ist eine häufige Komplikation, aber sie ist nicht etwas, das Sie einfach hinnehmen müssen. Es gibt Möglichkeiten, aktiv etwas zu tun – insbesondere durch Beckenbodentraining und gezielte Elektrostimulation mit Biofeedback.

In diesem Beitrag erfahren Sie:

  • warum es nach einer radikalen Prostatektomie zu Inkontinenz kommen kann
  • welche Formen von Urinverlust typisch sind
  • welche Rolle der Beckenboden spielt
  • wie NeuroLife mit EMG-getriggerter Elektrostimulation unterstützen kann
  • welche nächsten Schritte sinnvoll sind

Können sich Inkontinenzprobleme nach Prostata-OP wieder bessern?

Ja – bei vielen Männern verbessert sich die Inkontinenz im Verlauf der Monate nach der Operation. Die Heilung und Anpassung des Körpers braucht Zeit.

    Entscheidend sind:

    • die Regeneration nach dem Eingriff,
    • konsequentes Beckenbodentraining,
    • gegebenenfalls zusätzliche Maßnahmen wie Elektrostimulation.

    Ziele sind:

    • den Urinverlust zu reduzieren,
    • die Intervalle mit Kontinenz zu verlängern,
    • Sicherheit im Alltag zurückzugewinnen,
    • Lebensqualität und Selbstvertrauen zu stärken.

    Auch wenn nicht in jedem Fall vollständige Kontinenz erreicht wird, kann schon eine deutliche Verbesserung im Alltag einen großen Unterschied machen.

    Wie genau die Behandlung abläuft, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen und wie Sie ein Gerät erhalten, erfahren Sie ausführlich auf der Seite Behandlung.

      Wie NeuroLife bei Inkontinenz nach Prostata-OP helfen kann

      NeuroLife arbeitet mit EMG-getriggerter Elektrostimulation mit Biofeedback, die sich auch im Bereich des Beckenbodens einsetzen lässt.

      Das Ziel:

      Ihre Beckenbodenmuskulatur und den äußeren Schließmuskel so zu trainieren, dass Sie den Urin wieder besser halten können.

      Das hat mehrere Vorteile:

      • Sie lernen, die richtigen Muskeln gezielt anzusteuern – ohne unnötige Anspannung von Bauch, Gesäß oder Oberschenkeln.
      • Die Muskulatur wird wirksam trainiert und kann an Kraft und Ausdauer gewinnen.
      • Sie verstehen besser, wie Sie den Beckenboden im Alltag einsetzen können – etwa bei Belastungen wie Husten, Heben oder Gehen.


      Die Therapie erfolgt mit einem Heimtherapiegerät, das Sie nach Einweisung selbstständig täglich zu Hause verwenden. NeuroLife begleitet Sie dabei und passt die Parameter an Ihre Situation und Ihr Fortschrittstempo an.

      Das Prinzip

      • Über spezielle Elektroden bzw. Rektalsonden wird die Aktivität der Beckenbodenmuskulatur gemessen (EMG) und sichtbar (oder hörbar) gemacht (Biofeedback).
      • Sobald Sie versuchen, den Beckenboden anzuspannen, registriert das Gerät diese Aktivität.
      • Damit erfolgt eine neuromuskuläre Elektrostimulation zur Stärkung/Unterstützung der Muskulatur. (efferentes Auslösen, afferente Rückkopplung)
      • So erleben Sie direktes Feedback: „Wenn ich auf diese Art anspanne, reagiert der Muskel.“

       

      Neurolife ausprobieren

      Wie die Behandlung bei NeuroLife im Detail abläuft, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen und wie Sie ein Gerät erhalten, erfahren Sie auf der folgenden Seite:

      Alltag mit Inkontinenz nach Prostataoperation – warum Sie nicht aufgeben sollten

      Viele Männer ziehen sich aufgrund von Inkontinenz zurück:

      • Sie reduzieren soziale Kontakte,
      • vermeiden Sport oder längere Wege,
      • planen ihren Tag nach Toiletten in der Nähe.


      Das ist verständlich – aber es verstärkt häufig das Problem: weniger Bewegung bedeutet auch, dass Muskulatur und Kreislauf schwächer werden.

      Mit einem strukturierten Training, das die Beckenbodenmuskulatur und die Nerven gezielt mit einbezieht, können Sie:

      • mehr Kontrolle über den Urinverlust gewinnen,
      • Ihren Alltag wieder aktiver gestalten,
      • Ihr Vertrauen in den eigenen Körper zurückgewinnen.


      NeuroLife unterstützt Sie dabei, Schritt für Schritt wieder in Bewegung zu kommen und sich dabei sicher zu fühlen.

      Vorher–Nachher-Videos:
      Inkontinenz nach Prostata-OP

      Sehen Sie hier, wie sich die Inkontinenz nach einer Prostata-OP bei Patienten nach konsequentem Training verbessert hat.

      Für wen ist die NeuroLife-Therapie geeignet?

      Die Elektrostimulationstherapie bei NeuroLife kommt unter anderem in Frage für:

      • Männer mit Inkontinenz nach Prostata-OP (radikale Prostatektomie)
      • Urinverlust nach Prostataoperation mit Belastungs- oder Tröpfelinkontinenz
      • Patienten, die bereits Beckenbodentraining machen, aber zusätzliche Unterstützung wünschen
      • Männer, bei denen eine konservative Therapie (Training + Elektrostimulation) probiert werden soll, bevor über invasive Maßnahmen nachgedacht wird


      Die Therapie ersetzt nicht die urologische Behandlung, sondern ergänzt sie auf der Ebene von Funktion, Training und Muskelaktivierung.

      Inkontinenz nach Prostata-OP –
      Ihr nächster Schritt

      Vielleicht fragen Sie sich:

      • „Ist es normal, dass ich nach der Prostata-OP noch inkontinent bin?“
      • „Was kann ich selbst tun, um meine Blase wieder besser zu kontrollieren?“
      • „Kann mir Elektrostimulation helfen, den Beckenboden gezielter zu trainieren?“


      Diese Fragen lassen sich am besten im persönlichen Gespräch klären.

      Inkontinenz nach Prostataoperation ist belastend – körperlich und seelisch. Sie müssen diesen Weg nicht allein gehen. Mit gezieltem Training und der Unterstützung innovativer neuromuskulärer Elektrostimulation mit Biofeedback können Sie aktiv etwas tun, um Kontrolle und Lebensqualität zurückzugewinnen.

      Werden Sie aktiv – wir sind für Sie da

      Sie haben Fragen oder wünschen ein persönliches Gespräch? Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

      Wir freuen uns darauf, Sie persönlich kennenzulernen und mit Ihnen gemeinsam den Weg zurück zu mehr Stabilität, Mobilität und Lebensqualität zu gehen.

      FAQ: Inkontinenz nach Prostata-OP

      Ist Inkontinenz nach Prostata-OP normal?

      Ja, direkt nach einer radikalen Prostatektomie kommt Inkontinenz häufig vor. Viele Männer verlieren anfangs Urin, vor allem bei Belastung.

      In der Regel bessern sich die Beschwerden im Laufe der Monate, insbesondere bei konsequentem Beckenbodentraining.

      Das ist individuell. Bei einigen Männern verbessert sich die Kontinenz innerhalb weniger Monate deutlich, bei anderen dauert es länger.

      Nach etwa 3 Monaten lässt sich oft besser abschätzen, wie viel Kontinenz sich dauerhaft zurückbildet – frühzeitiges und gezieltes Training kann diesen Prozess unterstützen.

      Wichtig sind frühzeitiges und konsequentes Beckenbodentraining, gegebenenfalls unter Anleitung.

      Ergänzend können neuromuskuläre Elektrostimulation und Biofeedback helfen, die Beckenbodenmuskulatur besser anzusteuern und zu kräftigen.

      Ja, bei vielen Männern kann eine EMG-getriggerte Elektrostimulation mit Biofeedback (des Beckenbodens) hilfreich sein.

      Sie unterstützt die Aktivierung der Muskulatur und hat einen positiven Einfluss auf die Nerven, macht Anspannung und Entspannung besser spürbar und kann so das Beckenbodentraining effektiver machen.

      Sobald der urologische Verlauf stabil ist und Sie bemerken, dass der Urinverlust Ihren Alltag einschränkt, lohnt sich eine spezialisierte konservative Therapie.

      Auch wenn seit der OP bereits einige Zeit vergangen ist, kann gezieltes Training noch Verbesserungen bewirken.

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