Lähmung nach Tumor-OP
Was tun bei Nervenläsionen nach einer Operation?
Eine Tumoroperation ist oft ein großer Einschnitt – körperlich wie seelisch. Viele Betroffene sind froh, wenn der Tumor entfernt ist oder deutlich verkleinert werden konnte. Doch manchmal bleibt nach der OP ein neues Problem zurück:
  • Arm oder Bein nach OP gelähmt,
  • Bewegungen, die vorher selbstverständlich waren, funktionieren nicht mehr,
  • Taubheitsgefühl, Kribbeln oder Brennen im Operationsgebiet.

Typische Aussagen sind:

„Den Krebs habe ich überstanden – aber seit der Operation ist mein Arm wie tot.“
„Nach der Tumor-OP ist mein Bein gelähmt, ich kann kaum laufen.“

In solchen Fällen kann eine Nervenläsion nach OP vorliegen: Nerven wurden im Rahmen der Operation geschädigt, gereizt oder durchtrennt. Die Tumortherapie ist abgeschlossen – aber Sie bleiben mit den Lähmungserscheinungen zurück.

In diesem Beitrag erfahren Sie:

  • wie es nach einer Tumoroperation zu Lähmungen kommen kann
  • welche Symptome typisch für Nervenläsionen sind
  • welche Rolle Rehabilitation und gezieltes Training spielen
  • wie NeuroLife mit EMG-getriggerter Elektrostimulation unterstützen kann
  • welche nächsten Schritte sinnvoll sind

Wie entstehen Lähmungen nach einer Tumoroperation?

Bei einer Tumoroperation arbeiten Chirurginnen und Chirurgen oft in Bereichen, in denen wichtige Nerven verlaufen – etwa:

  • im Bereich von Schulter und Arm (z. B. Armplexus, periphere Nerven),
  • im Bereich der Wirbelsäule oder des Rückenmarks,
  • im Becken (z. B. bei gynäkologischen, urologischen oder kolorektalen Tumoren).

 

    Um den Tumor vollständig zu entfernen oder zu verkleinern, kann es notwendig sein,

    • Nerven zu verschieben,
    • sie in unmittelbarer Nähe zu manipulieren,
    • oder in manchen Fällen sogar Nervenanteile zu opfern, um die onkologische Sicherheit zu gewährleisten.

    Auch wenn äußerst sorgfältig operiert wird, kann es zu:

    • Druck- oder Zugschäden am Nerv,
    • Durchblutungsstörungen,
    • Teildurchtrennung oder Reizung kommen.

     

    Das Ergebnis kann eine Nervenläsion sein – mit entsprechenden Folgen für Bewegung und Gefühl.

    Typische Symptome:

    – Arm oder Bein nach OP gelähmt

    Je nach Lage und Ausmaß der Nervenläsion können unterschiedliche Beschwerden auftreten:

    • Muskelschwäche oder Lähmung in Arm (Armplexusparese), Hand, Bein oder Fuß
    • Schwierigkeiten, den Arm zu heben, die Hand zu öffnen oder zu schließen
    • Probleme beim Stehen, Gehen oder Treppensteigen
    • Fußheberschwäche – der Fuß hebt nicht mehr richtig, es kommt zu Stolpern
    • Taubheitsgefühl, Kribbeln oder Brennen in bestimmten Hautarealen
    • veränderte Temperatur- oder Schmerzempfindung

     

    Das fühlt sich oft so an, als wäre der betroffene Körperteil „fremd“ oder „nicht mehr richtig da“. Viele Betroffene berichten:

    „Ich sehe meine Hand – aber ich kann sie nicht bewegen.“
    Mein Bein macht nicht, was ich will.“

    Das kann körperlich einschränkend und seelisch sehr belastend sein – vor allem, wenn die Tumorbehandlung als „erfolgreich abgeschlossen“ gilt, die Lähmung aber bleibt.

    Warum Rehabilitation und Training so wichtig sind

    – ab jetzt wird aufgebaut

    Nach einer Tumoroperation mit Nervenbeteiligung steht verständlicherweise zunächst die Onkologie im Vordergrund: Wundheilung, Nachsorge, ggf. Chemo- oder Strahlentherapie.

    Für viele beginnt danach eine Art „zweite Phase“:

    „Der Tumor ist weg – und jetzt? Was mache ich mit meinem gelähmten Arm oder Bein?“

    Ohne gezielte Rehabilitation kann es passieren, dass:

    • Muskeln weiter abbauen,
    • Gelenke steif werden,
    • falsche Bewegungsmuster (Kompensationen) sich einprägen,
    • Schmerzen und Fehlbelastungen entstehen.

    Mit strukturiertem Funktionstraining, eventuell unterstützt durch EMG-getriggerte Elektrostimulation, können Sie dagegen:

    • vorhandene Restfunktionen besser nutzen,
    • Muskeln wieder aktivieren,
    • das Gehirn an neue Bewegungsstrategien heranführen,
    • Alltagsschritte wie Greifen, Gehen, Aufstehen verbessern.

    Können sich Lähmungen nach einer Tumor-OP wieder bessern?

    – ja, aber langsam

    Ob sich eine Lähmung nach einer Tumoroperation wieder bessert, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

    • Art der Nervenverletzung (gereizt, teilweise geschädigt, durchtrennt)
    • Lokalisation (peripherer Nerv, Plexus, Rückenmarksnähe)
    • Zeit seit der Operation
    • individuelle Regenerationsfähigkeit

     

    Grundsätzlich gilt:

    • Nerven können sich regenerieren, aber langsam – das kann Monate oder sogar Jahre dauern.
    • Auch wenn der Nerv nicht vollständig „heilt“, können benachbarte Nerven und Hirnareale teilweise Funktionen übernehmen.
    • Muskeln und Bewegungsmuster lassen sich durch Training gezielt beeinflussen.

     

    Das bedeutet:
    Selbst wenn die Ausgangssituation schwierig ist, lohnt es sich oft, auf funktionelle Verbesserungen hinzuarbeiten. Ziel ist nicht immer „alles wie vorher“ – sondern:

    • mehr aktive Bewegung,
    • mehr Selbstständigkeit im Alltag,
    • sichereres Gehen,
    • weniger Hilflosigkeit.

     

    Hier setzt die Therapie von NeuroLife an.

    Wie NeuroLife bei Lähmungen nach Tumor-OP helfen kann

    NeuroLife arbeitet mit einer spezialisierten Form der funktionellen Elektrostimulation:
    EMG-getriggerte Elektrostimulation mit Biofeedback.

    Das Ziel:
    Ihr Nerv-Muskel-System nach einer Nervenläsion so zu trainieren, dass Bewegungen wieder angebahnt und stabilisiert werden.

    Das Prinzip:

    1. Elektroden werden auf den betroffenen oder geschwächten Muskeln angebracht, z. B. am Arm, an der Hand, am Bein oder am Fußheber.
    2. Sie versuchen aktiv, eine Bewegung auszuführen – etwa den Arm zu heben, die Hand zu schließen oder den Fuß anzuheben.
    3. Das Gerät misst über EMG kleinste elektrische Signale Ihrer Muskulatur.
    4. Sobald im Muskel Restaktivität erkannt wird, löst das Gerät automatisch einen Stimulationsimpuls aus.
    5. Der Muskel zieht sich zusammen – die Bewegung wird verstärkt und für Sie deutlich spürbar.

    So entsteht eine Lernschleife:

    Ihr Bewegungswille → messbare Restaktivität → Stimulation → sichtbare Bewegung → klares Feedback für Gehirn und Nerven.

    Durch viele Wiederholungen kann das Nervensystem lernen:

    • vorhandene Verbindungen besser zu nutzen,
    • neue Muster aufzubauen,
    • Bewegungen gezielter anzusteuern.

    Die Therapie findet in der Regel mit einem Heimtherapiegerät statt, mit dem Sie nach ausführlicher Einweisung jeden Tag eigenständig trainieren können. NeuroLife begleitet Sie fachlich, passt Intensität und Programme an und unterstützt Sie bei der Integration ins Alltagstraining.

    Erfahren Sie hier die Details einer Behandlung bei NeuroLife, welche Voraussetzungen sie mitbringen müssen und wie Sie ein Gerät erhalten.

    Wie genau die Behandlung abläuft, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen und wie Sie ein Gerät erhalten, erfahren Sie ausführlich auf der Seite Behandlung.

    Vorher–Nachher-Videos:
    Fortschritte sehen, Hoffnung spüren

    Diese Videos sollen Mut machen – sie zeigen echte Menschen, echte Gesichtslähmung und echte Veränderungen. Keine Wunderversprechen, sondern realistische Chancen.

    Beispiele aus dem Alltag:

    Je nach dem, welcher Nerv betroffen ist, kann ein Arm oder ein Bein gelähmt sein.

    Arm nach Tumor-OP gelähmt

    Nach Tumoroperationen im Bereich von Schulter, Brustkorb, Achsel oder Hals können Anteile des Armplexus betroffen sein. Typisch sind:

    • ein Arm, der nicht mehr seitlich angehoben werden kann,
    • Schwierigkeiten beim Greifen oder Halten,
    • schlaffe oder teils spastische Lähmungsanteile.

     

    Mit EMG-getriggerter Elektrostimulation kann gezielt an einzelnen Muskelgruppen gearbeitet werden – etwa für:

    • Schulterhebung,
    • Ellenbogenbeugung,
    • Handöffnung oder Faustschluss.

    Bein nach Tumor-OP gelähmt

    Tumoroperationen im Becken- oder Wirbelsäulenbereich können zu Lähmungen in Bein und Fuß führen. Folgen können sein:

    • unsicheres Stehen und Gehen,
    • Fußheberschwäche mit Stolpergefahr,
    • fehlende Stabilität im Knie.

     

    Auch hier kann ein strukturiertes Elektrostimulationstraining helfen, Schritt für Schritt mehr Kontrolle über die betroffene Extremität zurückzugewinnen.

    Für wen ist die NeuroLife-Therapie geeignet?

    Die Therapie mit EMG-getriggerter Elektrostimulation kann Ihnen eventuell helfen bei:

    • Lähmung nach OP im Bereich von Tumoren (z. B. Brustkorb, Schultergürtel, Becken, Wirbelsäule)
    • Nervenläsion nach OP, bei der periphere Nerven oder Plexusstrukturen geschädigt wurden
    • Situationen, in denen Arm oder Bein nach OP gelähmt oder deutlich geschwächt sind
    • Patientinnen und Patienten, bei denen klassische Reha schon erfolgt ist, aber noch Funktionsreserven vermutet werden

     

    Ob im betroffenen Muskel noch Restaktivität messbar ist, ist für den Erfolg der Behandlung nicht unbedingt ausschlaggebend.  Wir prüfen jeden einzelnen Fall individuell.

    Lernen Sie NeuroLife kennen

    Die NeuroLife Therapietechnik setzt genau an der Schnittstelle von Neurologie, Orthopädie und Onkologie an: Dort, wo nach einer erfolgreichen Tumortherapie Lähmungen, Gangstörungen oder Funktionsverluste bleiben.

    Im Fokus stehen:

    • EMG-getriggerte Elektrostimulation mit Biofeedback
    • praxistaugliches Heimtraining zu Hause
    • persönliche Begleitung über einen längeren Zeitraum, damit Fortschritte sichtbar werden

    Mehr über NeuroLife, das Team und den Therapieansatz erfahren Sie auf der Seite:

    Lähmung nach Tumor-OP – Ihr nächster Schritt

    Vielleicht fragen Sie sich:

    • „Ist das jetzt einfach der Preis für die Tumor-OP – oder kann sich noch etwas verbessern?“
    • „Lohnt sich Training überhaupt noch, obwohl die OP schon länger her ist?“
    • „Kann Elektrostimulation bei meiner Nervenläsion wirklich helfen?“

     

    Diese Fragen lassen sich am besten im persönlichen Gespräch klären.

    Eine Lähmung nach Tumoroperation ist eine schwere Belastung – aber sie ist kein Grund, aufzugeben. Mit einem gezielten, modernen Therapieansatz wie bei NeuroLife können Sie aktiv daran arbeiten, Funktion, Selbstständigkeit und Lebensqualität zurückzugewinnen.

    Werden Sie aktiv – wir sind für Sie da

    Sie haben Fragen oder wünschen ein persönliches Gespräch? Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

    Wir freuen uns darauf, Sie persönlich kennenzulernen und mit Ihnen gemeinsam den Weg zurück zu mehr Stabilität, Mobilität und Lebensqualität zu gehen.

    FAQ: Lähmung nach Tumor-OP

    1. Wie kommt es zu einer Lähmung nach einer Tumoroperation?

    Lähmungen nach Tumor-OP entstehen häufig durch Nervenläsionen: Nerven werden während der Operation gereizt, geschädigt oder in seltenen Fällen durchtrennt. Dadurch ist die Weiterleitung von Signalen zu Muskeln und Haut gestört.

    Das hängt von Art und Ausmaß der Nervenläsion ab. Nerven können sich teilweise regenerieren, und das Nervensystem kann lernen, vorhandene Verbindungen besser zu nutzen. Mit gezielter Rehabilitation und Elektrostimulation lassen sich häufig Funktionsverbesserungen erreichen.

    Eine Nervenläsion nach OP beschreibt eine Schädigung eines Nerven im Rahmen eines chirurgischen Eingriffs – zum Beispiel durch Zug, Druck, Quetschung oder Durchtrennung. Folgen können Muskelschwäche, Lähmung, Taubheit oder Missempfindungen sein.

    Wichtig sind eine neurologische und orthopädische Abklärung sowie frühzeitige Rehabilitation. Ergänzend kann EMG-getriggerte Elektrostimulation helfen, betroffene Muskeln gezielt zu aktivieren und Bewegungen wieder anzubahnen.

    NeuroLife setzt EMG-getriggerte Elektrostimulation und funktionelles Training ein, um Restaktivität in gelähmten Muskeln zu nutzen. So können Arm- oder Beinbewegungen wieder angebahnt und der Alltag schrittweise erleichtert werden.

    Gefällt Ihnen der Artikel? Dann teilen Sie ihn gerne: