Lähmungen nach Schlaganfall – zum Beispiel eine Halbseitenlähmung (Hemiparese) – gehören zu den häufigsten Folgen. Zuerst geht es ums Überleben und die Stabilisierung. Doch wenn die größte Gefahr vorbei ist, bleibt eine zentrale Frage:
„Wie kann ich meine Lähmung nach dem Schlaganfall wieder verbessern?“
In diesem Beitrag erfahren Sie:
Und: warum es sich lohnt, auch länger nach dem Schlaganfall aktiv zu werden.
Bei einem Schlaganfall wird ein Teil des Gehirns plötzlich nicht mehr richtig durchblutet (Gefäßverschluss) oder blutet (Hirnblutung). Das führt dazu, dass Nervenzellen in dem betroffenen Gebiet ihre Funktion verlieren oder absterben.
Weil das Gehirn unseren Körper steuert, kann es zu:
Lähmungen (meist einer Körperseite – Arm, Bein, Gesicht)
Sprachstörungen
Sehstörungen
Koordinationsproblemen
Gefühlsstörungen (Taubheit, Kribbeln)
kommen.
In diesem Text konzentrieren wir uns auf Lähmungen von Arm, Hand, Bein und Fuß – also auf die Frage: Was kann man tun, wenn sich Teile des Körpers nach dem Schlaganfall nicht mehr richtig bewegen lassen?
Halbseitenlähmung (Hemiparese / Hemiplegie)
Eine Körperhälfte ist geschwächt oder gelähmt: Arm, Hand und Bein lassen sich kaum oder gar nicht bewegen.
Armlähmung / Handlähmung
Der Arm hängt schlaff herab oder wird spastisch, Greifen, Halten, Anheben fallen schwer oder sind unmöglich.
Beinlähmung
Das Bein wirkt schwer und unkontrollierbar. Das Stehen und Gehen ist unsicher, die Betroffenen knicken weg oder kommen kaum vom Stuhl hoch.
Fußheberschwäche / Fallfuß
Die Fußspitze hebt sich nicht mehr richtig, was zu Stolpern und Stürzen führen kann.
Dazu kommen oft Taubheitsgefühle, Kribbeln, verändertes Schmerzempfinden und Spastiken. Viele Betroffene fühlen sich ihrem Körper ausgeliefert und fragen sich, ob sich noch etwas verbessern lässt.
Das bedeutet:
Eine wichtige Rolle spielt dabei, wie trainiert wird – und ob Gehirn und Muskulatur wirklich zusammenarbeiten. Über das afferente und efferente Nervenleitsystem.
Ja – in vielen Fällen ist eine Verbesserung möglich, auch länger nach dem Ereignis.
Der Grund ist die Neuroplastizität des Gehirns:
Unser Nervensystem kann neue Verbindungen bilden, Aufgaben neu verteilen und Bewegungen neu lernen, wenn es gezielt dazu angeregt wird.
Ohne gezieltes Training werden:
Strukturiertes, wiederholtes Training hilft dagegen, funktionelle Bewegungsmuster zu erhalten oder neu aufzubauen. Genau hier setzt NeuroLife mit EMG-getriggerter Elektrostimulation an.
Nach einem Schlaganfall versucht der Körper automatisch zu kompensieren.
Typische Beispiele:
NeuroLife arbeitet mit einer speziellen Form der funktionellen Elektrostimulation:
EMG-getriggerte Elektrostimulation mit Biofeedback.
Auf den gelähmten oder geschwächten Muskeln, dort wo der betroffene Nerv in den Muskel innerviert dort, wo der betroffene Nerv den Muskel aktiviert (innerviert) – z. B. an Hand, Unterarm, Schulter, Bein oder Fußheber – werden Elektroden angebracht.
Sie versuchen aktiv, die Bewegung auszuführen, z.B.:
Das Gerät misst über EMG (Elektromyographie) kleinste elektrische Signale im Muskel.
Sobald genügend Restaktivität erkannt wird, löst das Gerät automatisch einen elektrischen Stimulationsimpuls aus.
Wenn keine Restaktivität mehr vorhanden ist, kommt die Spiegeltherapie zum Einsatz. Dort wird über die „gesunde“ Seite der Stimulationsimpuls auf der betroffenen Seite ausgelöst.
Der Muskel wird aktiviert und mit fortlaufendem Training gestärkt.
Ihr Wille zur Bewegung >> Restaktivität des Muskels oder Bewegung der gesunden Seite bei Plegie >> Elektrostimulation >> klares Feedbeck für das Gehirn
Durch viele Wiederholungen lernt das Nervensystem: „Wenn ich diesen Muskel ansteuere, passiert etwas.“
Genau das ist der Kern von Neuroplastizität.
Die Therapie läuft (meist) mit einem handlichen Heimgerät, das Sie nach fachlicher Einweisung selbstständig nutzen können. So wird aus „ab und zu Therapie“ ein regelmäßiges, tägliches alltagsnahes Training, das die Chancen auf Fortschritt deutlich erhöht.
Hier sehen Sie Vorher–Nachher-Videos von Patientinnen und Patienten, die nach einem Schlaganfall unter Lähmungen litten.
Die EMG-getriggerte Elektrostimulation kann unter anderem sinnvoll sein bei:
Wichtig ist, dass im gelähmten Muskel nicht noch zwingend Restaktivität vorhanden sein muss, die das Gerät per EMG messen kann. Sollte keine Restaktivität vorhanden sein, kann hier mit der sogenannten Spiegeltherapie gearbeitet werden.
Ob das der Fall ist, wird im Rahmen einer fachlichen Einschätzung geprüft.
NeuroLife Therapietechnik ist auf die Behandlung von Lähmungen und neuromuskulären Funktionsstörungen spezialisiert – insbesondere nach Schlaganfall, Hirnblutung, Bandscheibenvorfall, Nervenverletzungen und neurologischen Erkrankungen.
Im Mittelpunkt stehen:
Vielleicht fragen Sie sich:
Diese Fragen lassen sich am besten im persönlichen Gespräch klären.
Niemand kann garantieren, dass jede Lähmung vollständig verschwindet.
Aber Sie müssen diesen Weg nicht allein gehen – und oft ist mehr Verbesserung möglich, als man anfangs denkt.
Wir freuen uns darauf, Sie persönlich kennenzulernen und mit Ihnen gemeinsam den Weg zurück zu mehr Stabilität, Mobilität und Lebensqualität zu gehen.
Ja. Viele Lähmungen können sich teilweise, deutlich oder sogar vollständig zurückbilden, vor allem in den ersten Monaten nach dem Schlaganfall.
Aber auch später sind Verbesserungen möglich, wenn gezielt und regelmäßig trainiert wird.
Das ist sehr individuell. Einige Menschen sehen schon nach Wochen erste Fortschritte, bei anderen dauert es Monate oder länger.
Entscheidend sind der Schweregrad des Schlaganfalls, die Reha-Intensität und wie konsequent Therapie und Übungen durchgeführt werden.
Wichtig sind frühzeitige Rehabilitation, Physiotherapie, Ergotherapie und spezielles Funktionstraining.
Ergänzend kann EMG-getriggerte Elektrostimulation helfen, (Restaktivität im Muskel besser zu nutzen) dem Muskelabbau entgegenzuwirken und Bewegungen wieder anzubahnen.
Bei vielen Betroffenen kann EMG-getriggerte Elektrostimulation sinnvoll sein, wenn im Muskel noch messbare Restsignale vorhanden sind aber auch, wenn eine vollständige Lähmung (Plegie) vorhanden ist.
Die Stimulation verstärkt die eigene Aktivität und gibt dem Gehirn klares Feedback, was das Wiedererlernen von Bewegungen unterstützen kann.
Sobald die Akutphase im Krankenhaus überstanden ist und keine medizinischen Gründe dagegen sprechen, ist ein früher Therapiebeginn sinnvoll.
Auch wenn der Schlaganfall schon länger zurückliegt, kann es sich lohnen zu prüfen, ob eine zusätzliche spezialisierte Therapie wie bei NeuroLife hilfreich sein kann.