Lähmungen nach Schlaganfall

Was hilft, wenn Arm oder Bein

sich nicht mehr bewegen lassen?

Ein Schlaganfall verändert das Leben von einem Moment auf den anderen. Viele Betroffene erzählen: „Nach dem Schlaganfall war mein Arm wie fremd. Ich konnte ihn sehen, aber nicht bewegen. Das Bein war schwach und jeder Schritt unsicher.“

Lähmungen nach Schlaganfall – zum Beispiel eine Halbseitenlähmung (Hemiparese) – gehören zu den häufigsten Folgen. Zuerst geht es ums Überleben und die Stabilisierung. Doch wenn die größte Gefahr vorbei ist, bleibt eine zentrale Frage:

„Wie kann ich meine Lähmung nach dem Schlaganfall wieder verbessern?“

In diesem Beitrag erfahren Sie:

  • welche Lähmungen nach Schlaganfall häufig sind
  • warum sich Funktionen oft noch verbessern lassen
  • wie NeuroLife mit EMG-getriggerter Elektrostimulation arbeitet
  • für wen diese Therapie geeignet sein kann


Und:
warum es sich lohnt, auch länger nach dem Schlaganfall aktiv zu werden.

Was passiert beim Schlaganfall?

Bei einem Schlaganfall wird ein Teil des Gehirns plötzlich nicht mehr richtig durchblutet (Gefäßverschluss) oder blutet (Hirnblutung). Das führt dazu, dass Nervenzellen in dem betroffenen Gebiet ihre Funktion verlieren oder absterben.

Weil das Gehirn unseren Körper steuert, kann es zu:

Lähmungen (meist einer Körperseite – Arm, Bein, Gesicht)

Sprachstörungen

Sehstörungen

Koordinationsproblemen

Gefühlsstörungen (Taubheit, Kribbeln)

kommen.

In diesem Text konzentrieren wir uns auf Lähmungen von Arm, Hand, Bein und Fuß – also auf die Frage: Was kann man tun, wenn sich Teile des Körpers nach dem Schlaganfall nicht mehr richtig bewegen lassen?

    Typische Lähmungen nach Schlaganfall

    – Viele Patientinnen und Patienten erleben nach einem Schlaganfall:

    • Halbseitenlähmung (Hemiparese / Hemiplegie)
      Eine Körperhälfte ist geschwächt oder gelähmt: Arm, Hand und Bein lassen sich kaum oder gar nicht bewegen.

    • Armlähmung / Handlähmung
      Der Arm hängt schlaff herab oder wird spastisch, Greifen, Halten, Anheben fallen schwer oder sind unmöglich.

    • Beinlähmung
      Das Bein wirkt schwer und unkontrollierbar. Das Stehen und Gehen ist unsicher, die Betroffenen knicken weg oder kommen kaum vom Stuhl hoch.

    • Fußheberschwäche / Fallfuß
      Die Fußspitze hebt sich nicht mehr richtig, was zu Stolpern und Stürzen führen kann.


    Dazu kommen oft Taubheitsgefühle, Kribbeln, verändertes Schmerzempfinden und Spastiken. Viele Betroffene fühlen sich ihrem Körper ausgeliefert und fragen sich, ob sich noch etwas verbessern lässt.

    Das bedeutet:

    • Auch wenn sich ein gelähmter Arm oder ein gelähmtes Bein lange unverändert anfühlt, kann noch Restaktivität vorhanden sein. Muss aber nicht zwingend für die Therapie.
    • Mit dem richtigen Training lassen sich diese Reserven oft aktivieren.
    • Aber auch ohne diese Reserven ist das Training sinnvoll.
    • Je früher und regelmäßiger geübt wird, desto größer sind die Chancen – aber auch nach Monaten oder Jahren kann sich noch etwas tun.


    Eine wichtige Rolle spielt dabei, wie trainiert wird – und ob Gehirn und Muskulatur wirklich zusammenarbeiten. Über das afferente und efferente Nervenleitsystem.

    Können sich Lähmungen nach Schlaganfall noch bessern?

    – sogar nach langer Zeit

    Ja – in vielen Fällen ist eine Verbesserung möglich, auch länger nach dem Ereignis.

    Der Grund ist die Neuroplastizität des Gehirns:
    Unser Nervensystem kann neue Verbindungen bilden, Aufgaben neu verteilen und Bewegungen neu lernen, wenn es gezielt dazu angeregt wird.

    Ohne gezieltes Training werden:

    • Muskeln auf der gelähmten Seite weiter abbauen, atrophieren
    • Gelenke steif werden
    • Fehlbewegungen sich einprägen
    • Schmerzen und Überlastungen / Fehlbelastungen auf der „gesunden“ Seite entstehen.


    Strukturiertes, wiederholtes Training hilft dagegen, funktionelle Bewegungsmuster zu erhalten oder neu aufzubauen. Genau hier setzt NeuroLife mit EMG-getriggerter Elektrostimulation an.

    Warum gezieltes Training so wichtig ist

    – Stillstand bedeutet Rückschritt

    Nach einem Schlaganfall versucht der Körper automatisch zu kompensieren.

    Typische Beispiele:

    • Betroffene ziehen die gesunde Seite stärker heran und entlasten die gelähmte Seite.
    • Beim Gehen wird die Hüfte hochgezogen, statt das Bein normal zu führen.
    • Der gelähmte Arm wird gar nicht benutzt und „hängt nur mit“.

    Wie NeuroLife Lähmungen nach Schlaganfall behandelt

    NeuroLife arbeitet mit einer speziellen Form der funktionellen Elektrostimulation:
    EMG-getriggerte Elektrostimulation mit Biofeedback.

    Das Prinzip:

    Auf den gelähmten oder geschwächten Muskeln, dort wo der betroffene Nerv in den Muskel innerviert dort, wo der betroffene Nerv den Muskel aktiviert (innerviert) – z. B. an Hand, Unterarm, Schulter, Bein oder Fußheber – werden Elektroden angebracht.

    Sie versuchen aktiv, die Bewegung auszuführen, z.B.:

    • Hand schließen
    • Arm anheben
    • Bein strecken
    • Fuß anheben

    Die Technik:

    Das Gerät misst über EMG (Elektromyographie) kleinste elektrische Signale im Muskel.

    Sobald genügend Restaktivität erkannt wird, löst das Gerät automatisch einen elektrischen Stimulationsimpuls aus.

    Wenn keine Restaktivität mehr vorhanden ist, kommt die Spiegeltherapie zum Einsatz. Dort wird über die „gesunde“ Seite der Stimulationsimpuls auf der betroffenen Seite ausgelöst.

    Der Muskel wird aktiviert und mit fortlaufendem Training gestärkt.

    So entsteht eine Lernschleife:

    Ihr Wille zur Bewegung >> Restaktivität des Muskels oder Bewegung der gesunden Seite bei Plegie >> Elektrostimulation >> klares Feedbeck für das Gehirn 

    Durch viele Wiederholungen lernt das Nervensystem: „Wenn ich diesen Muskel ansteuere, passiert etwas.“
    Genau das ist der Kern von Neuroplastizität.

    Die Therapie läuft (meist) mit einem handlichen Heimgerät, das Sie nach fachlicher Einweisung selbstständig nutzen können. So wird aus „ab und zu Therapie“ ein regelmäßiges, tägliches alltagsnahes Training, das die Chancen auf Fortschritt deutlich erhöht.

    Wie genau die Behandlung abläuft, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen und wie Sie ein Gerät erhalten, erfahren Sie ausführlich auf der Seite Behandlung.

    Vorher–Nachher-Videos:
    Fortschritte sehen, Hoffnung spüren

    Hier sehen Sie Vorher–Nachher-Videos von Patientinnen und Patienten, die nach einem Schlaganfall unter Lähmungen litten.

    Für wen ist die NeuroLife-Therapie geeignet?

    Die EMG-getriggerte Elektrostimulation kann unter anderem sinnvoll sein bei:

    • Halbseitenlähmung (Hemiparese / Hemiplegie) nach Schlaganfall
    • Armlähmung / Handlähmung – z. B. wenn Greifen, Halten, Heben kaum möglich ist
    • Beinlähmung mit unsicherem Gang
    • Fußheberschwäche / Fallfuß nach Schlaganfall
    • Restlähmungen, die trotz Reha bestehen geblieben sind

     

    Wichtig ist, dass im gelähmten Muskel nicht noch zwingend Restaktivität vorhanden sein muss, die das Gerät per EMG messen kann. Sollte keine Restaktivität vorhanden sein, kann hier mit der sogenannten Spiegeltherapie gearbeitet werden.

    Ob das der Fall ist, wird im Rahmen einer fachlichen Einschätzung geprüft.

    Neurolife kennenlernen

    NeuroLife Therapietechnik ist auf die Behandlung von Lähmungen und neuromuskulären Funktionsstörungen spezialisiert – insbesondere nach Schlaganfall, Hirnblutung, Bandscheibenvorfall, Nervenverletzungen und neurologischen Erkrankungen.

    Im Mittelpunkt stehen:

    • EMG-getriggerte Elektrostimulation mit Biofeedback
    • eine strukturierte Anleitung für das Training zu Hause
    • persönliche Begleitung und Anpassung der Therapie an Ihre Ziele

    Jetzt mehr über das Team, die Arbeitsweise und die Philosophie erfahren:

    Lähmungen nach Schlaganfall – Ihr nächster Schritt

    Vielleicht fragen Sie sich:

    • „Lohnt sich Therapie bei mir überhaupt noch?“
    • „Es sind schon Monate vergangen – kann sich da noch etwas verändern?“
    • „Ist Elektrostimulation für meinen Arm oder mein Bein geeignet?“

    Diese Fragen lassen sich am besten im persönlichen Gespräch klären.

    Niemand kann garantieren, dass jede Lähmung vollständig verschwindet.
    Aber Sie müssen diesen Weg nicht allein gehen – und oft ist mehr Verbesserung möglich, als man anfangs denkt.

    Werden Sie aktiv – wir sind für Sie da

    Sie haben Fragen oder wünschen ein persönliches Gespräch? Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

    Wir freuen uns darauf, Sie persönlich kennenzulernen und mit Ihnen gemeinsam den Weg zurück zu mehr Stabilität, Mobilität und Lebensqualität zu gehen.

    FAQ zu Lähmungen nach Schlaganfall

    1. Können sich Lähmungen nach einem Schlaganfall wieder zurückbilden?

    Ja. Viele Lähmungen können sich teilweise, deutlich oder sogar vollständig zurückbilden, vor allem in den ersten Monaten nach dem Schlaganfall.

    Aber auch später sind Verbesserungen möglich, wenn gezielt und regelmäßig trainiert wird.

    Das ist sehr individuell. Einige Menschen sehen schon nach Wochen erste Fortschritte, bei anderen dauert es Monate oder länger.

    Entscheidend sind der Schweregrad des Schlaganfalls, die Reha-Intensität und wie konsequent Therapie und Übungen durchgeführt werden.

    Wichtig sind frühzeitige Rehabilitation, Physiotherapie, Ergotherapie und spezielles Funktionstraining.

    Ergänzend kann EMG-getriggerte Elektrostimulation helfen, (Restaktivität im Muskel besser zu nutzen) dem Muskelabbau entgegenzuwirken und Bewegungen wieder anzubahnen.

    Bei vielen Betroffenen kann EMG-getriggerte Elektrostimulation sinnvoll sein, wenn im Muskel noch messbare Restsignale vorhanden sind aber auch, wenn eine vollständige Lähmung (Plegie) vorhanden ist.

    Die Stimulation verstärkt die eigene Aktivität und gibt dem Gehirn klares Feedback, was das Wiedererlernen von Bewegungen unterstützen kann.

    Sobald die Akutphase im Krankenhaus überstanden ist und keine medizinischen Gründe dagegen sprechen, ist ein früher Therapiebeginn sinnvoll.

    Auch wenn der Schlaganfall schon länger zurückliegt, kann es sich lohnen zu prüfen, ob eine zusätzliche spezialisierte Therapie wie bei NeuroLife hilfreich sein kann.

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